Neues Lernen mit Kopf, Herz und Hand: Unser Maker Education Plan (MEP)

Mit Beginn dieses Schuljahres gehen wir an unserem Förderzentrum neue, innovative Wege in der Pädagogik: Wir haben den MEP (Maker Education Plan) ins Leben gerufen – unser Konzept für ganzheitliches, handlungsorientiertes Lernen im Schulalltag.

 

Was ist der MEP?

Der Maker Education Plan ist nicht nur ein einzelnes Projekt oder eine Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch unsere gesamte Schulwoche: Von Montag, 1. Stunde, bis Freitag, 6. Stunde, Spiegelt der MEP den regulären Wochenplan ab.

 

Das bedeutet: Parallel zum klassischen Unterricht haben unsere Schülerinnen und Schüler während der gesamten Schulzeit die Möglichkeit, an praxisnahen Alternativangeboten in den unterschiedlichsten Bereichen teilzunehmen.

 

Warum ein neuer Ansatz?

Kinder lernen am besten, wenn sie aktiv sind und den Sinn ihres Tuns direkt erleben. Mit dem MEP verfassen wir ein Lernumfeld, das zwei zentrale Ziele verfolgt:

 

  • Energielevel besser managen: Ein langer Schultag fordert von Kindern viel Konzentration. Durch den dynamischen Wechsel von Theorie und Praxis helfen wir den Schülerinnen und Schülern, mit ihren Kräften zu haushalten und den Schulalltag mit Freude und Ausdauer zu bewältigen.
     

  • Vom Sitzen ins Tun kommen: Wir brechen reine Sitzstrukturen auf und bringen Bewegung, Handwerk, Eigenverantwortung und Kreativität zurück in den Fokus des Lernens.
     

  • Bedürfnisse & Talente entdecken: Wir gehen individuell auf die Bedürfnisse der Kinder ein und eröffnen ihnen Erfahrungsräume, die ihnen bislang oft noch gar nicht bewusst waren.
     

Vernetztes Lernen im Alltag – Ein Praxisbeispiel

Der MEP lebt vom Mitmachen und vom gegenseitigen Zusammenwirken der einzelnen Gruppen. Ein schönes Beispiel dafür ist unser Verpflegungs- und Ernährungsnetzwerk:

 

  • Einkaufen & Alltagskompetenz: Damit in der 5. und 6. Stunde ein frisches Mittagessen für die Kinder im Ganztag auf dem Tisch steht, geht eine Einkaufsgruppe am Vormittag auf den Markt oder in den Supermarkt. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler ganz lebenspraktisch: Was brauchen wir zum Kochen? Wie vergleicht man Preise? Wie organisiert man eine ausgewogene Verpflegung für eine Gemeinschaft?
     

  • Vom Gemüseacker auf den Teller: Auch unser schul eigener Gemüseacker ist eng verknüpft: Was die Kinder dort pflanzen, pflegen und ernten, fließt direkt in die Kochgruppen ein. So entsteht ein geschlossener Kreislauf, in dem Wertschätzung für Lebensmittel hautnah erlebbar wird.
     

  • Gemeinschaft stärken: Die Einkaufenden und Acker-Teams versorgen die Kochgruppe – und die Kochgruppe wiederum bekocht die Schulgemeinschaft. So erleben die Kinder, dass ihr Handeln einen direkten Nutzen für andere hat.
     

Mit dem MEP gestalten wir Schule als einen Ort des Anpackens, Ausprobierens und gemeinsamen Wachsens. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern durch das Schuljahr zu gehen!

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Veröffentlichung

So, 11. Oktober 2026

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